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30.01.2017 11:00

Ursache für hohe Preise bei Obst und Gemüse: Kälteeinbruch in Südeuropa

(27.01.2017)


Bonn, den 27.01.2017. „Wir stellen aktuell fest, dass es bei einzelnen Obst- und Gemüseartikeln zum Teil sehr deutliche Preissteigerungen gibt. Ursache hierfür sind die extremen Kälteeinbrüche in den südeuropäischen Lieferländern.“ Das erklärte der Geschäftsführer des Deutschen Fruchthandelsverbandes e.V. (DFHV) Dr. Andreas Brügger zur gegenwärtigen Situation auf dem Markt. „Diese Entwicklung kommt für viele überraschend, denn normalerweise gibt es in Deutschland zu niedrigsten Preisen das ganze Jahr über Obst und Gemüse in hervorragender Qualität. In dieser Hinsicht sind die deutschen Verbraucher sehr verwöhnt.“

Bei Frischware richte sich der Preis aber immer nach Angebot und Nachfrage. Normalerweise sei ein überreiches Angebot vorhanden, bedingt durch effektive Anbauverfahren, geschützten Unterglasanbau und sichere Pflanzenschutzmaßnahmen. Aber frisches Obst und Gemüse seien nun einmal Naturprodukte und deshalb natürlich auch vom Boden und vom Klima abhängig. „Wenn also aufgrund von extremen Wetterbedingungen in vielen Anbaugebieten die Ernte ausfällt, wird bei uns das Angebot sehr knapp und die Preise steigen zwangsläufig.“ (Brügger)

Brügger betonte, dass bei den von der Kältewelle nicht betroffenen Arten die Preise nach wie vor auf einen recht niedrigen Niveau seien. „In kaum einem anderen europäischen Land geben Verbraucherinnen und Verbraucher so wenig für Lebensmittel aus wie in Deutschland, nämlich rund zehn Prozent. Vielleicht sollten wir die aktuelle Marktsituation zum Anlass nehmen, noch einmal bewusst über den Wert einer gesicherten Nahrungsmittelversorgung nachzudenken,“ so Brügger.

Rückfragen an:
Dr. Andreas Brügger
Deutscher Fruchthandelsverband e.V.
Bergweg 6, 53225 Bonn
Tel: 0228 911450
Email: bruegger(at)dfhv.de
www.dfhv.de